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Organische Solarzellen: Molekulare Verankerung soll die Haltbarkeit verbessern
Ein chinesisches Forschungsteam stabilisiert die Kontaktschicht organischer Solarzellen. Die Laborergebnisse verbinden hohe Effizienz mit längerer Betriebsstabilität.
Von SolarWorld Redaktion ·
Organische Solarzellen könnten leichte und flexible Solarmodule ermöglichen. Eine Schwachstelle liegt jedoch an ihren Kontakten: Dünne molekulare Schichten können sich unter Licht und Wärme lösen. Ein Team am Ningbo Institute of Materials Technology and Engineering der Chinesischen Akademie der Wissenschaften setzt deshalb auf eine chemische Verankerung.
Ein stabilerer Übergang zwischen den Schichten
Eine zusätzliche Indiumchlorid-Schicht bildet durch einen Ligandenaustausch Bindungen zur Kontaktschicht. Die Akademie meldet für kleine Zellen einen Wirkungsgrad von 20,4 Prozent. Im Betrieb am maximalen Leistungspunkt bei 25 Grad Celsius blieben nach 2.000 Stunden mehr als 85 Prozent der ursprünglichen Effizienz erhalten.
Was das für Solaranlagen bedeutet
Der Ansatz adressiert ein wichtiges Haltbarkeitsproblem. Der Versuch ist aber keine Lebensdauergarantie für ein Dachmodul: Wechselnde Temperaturen, Feuchtigkeit und jahrelange Außenbewitterung stellen zusätzliche Anforderungen. Für Hausbesitzer lässt sich daraus noch keine Kaufempfehlung ableiten. Zunächst müssen solche Konzepte auch als größere, wetterfeste Module überzeugen.
Quelle: Chinesische Akademie der Wissenschaften, 2026-10-22.