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Warum einzelne schwache Zellen den gesamten E-Auto-Akku begrenzen
Eine chinesisch-europäische Studie untersucht ungleichmäßige Zellalterung anhand realer Fahrzeugdaten. Durchschnittswerte allein beschreiben den Akku nicht ausreichend.
Von SolarWorld Redaktion ·
Ein Batteriepaket kann an Grenzen stoßen, obwohl viele seiner Zellen noch Reserven besitzen. Eine in Nature Energy veröffentlichte Untersuchung mit Beteiligung des Dalian Institute of Chemical Physics und der Chalmers University of Technology quantifiziert diesen Effekt anhand realer Fahrzeugdaten.
Unterschiedliche Alterung wird zum Systemproblem
Die Auswertung umfasst NMC-Batterien in Personenwagen und LFP-Batterien in Bussen. Die Betriebsdaten erstrecken sich über mehr als drei Jahre; einzelne Fahrzeuge erreichten bis zu 300.000 Kilometer. Mithilfe von Modellen schätzte das Team Kapazität und Innenwiderstand einzelner Zellen.
Unter einem einheitlichen Ausmusterungskriterium lag die Lebensdauer der Pakete um 17,7 Prozent bei Pkw und 22,8 Prozent bei Bussen unter der mittleren Lebensdauer ihrer Einzelzellen. Diese Ergebnisse gelten für die untersuchten Flotten und die gewählte Auswertung.
Was daraus folgt
Die am 9. September 2026 veröffentlichte CAS-Mitteilung unterstreicht die Bedeutung gleichmäßiger Zellqualität und guter Betriebsführung. Für Käufer lässt sich daraus keine pauschale Kilometergrenze ableiten. Bei der Beurteilung eines gebrauchten Elektroautos ist ein einzelner Durchschnittswert deshalb nur ein Teil des Gesamtbildes.
Quelle: Chinesische Akademie der Wissenschaften vom 2026-09-09.